Zu Gast sind bei uns die Entomologen (Insektenkundler) Ernst und Julia, sowie Hans und Resi. Mit ihnen waren wir am Festland von Madagaskar unterwegs, um Insekten zu sammeln und einiges zu erleben.
 

Am frühen Morgen sind wir die ersten auf der Fähre

Am Mittwoch ging es um 05:30 Uhr los. Mit dem Auto zur Fähre nach Hell Ville, wo wir um 6:00 Uhr früh nach Ankify übersetzten. Wir hatten geplant, die Baobab-Bäume in der Nähe von Ambanja zu besichtigen und dort auch Schmetterlinge und Fliegen zu sammeln.
 
Von „Straße“ kann man nicht sprechen, es ist eine Piste und erfordert einiges an Sitzfleisch, Reservebandscheiben und Geduld, um die wenigen Kilometer durchzuhalten. Unsere Entomologen zogen bei den Baobabs mit ihren Netzen los und hatten auch Glück mit ihren Fängen.
 
In der Zwischenzeit besuchten Beza und ich die Dorfbewohner. Sie waren sehr freundlich und Beza klärt sie über unser Vorhaben auf. Auch wurden uns Baobab-Früchte angeboten. Beza kaufte einen Sack voll und kündigte an, dass sie daraus Marmelade machen werde. Ich konnte es mir das nicht so richtig vorstellen, da sie sehr trocken und bröselig sind, viele Kerne und ein gitterartiges Gewebe haben. Klar war, dass es verkostet werden musste. Es schmeckt etwas staubig und ein wenig sauer.
 

Der Baobab oder Affenbrotbaum gehört zu den Malvengewächsen, er hat einen sukkulenten Stamm, in dem sehr viel Wasser gespeichert ist. Durch diesen Stamm hat es die unverwechselbare Gestalt. Mitte April verlieren sie alle Blätter und sehen dann aus, wie wenn sie verkehrt in der Erde stecken würden und die Wurzeln in den Himmel ragen. Ende Oktober treiben sie wieder an und bekommen Blätter, Knospen, Blüten und Früchte. Die Rinde wird getrocknet und zum Decken der Häuser verwendet, zerriebene Rinde wird  bei Krankheit zur Zebubehandlung verwendet, auch die Elefanten (in Afrika natürlich) fressen die Rinde wenn sie sich krank fühlen.
 
Nach dem Mittagessen fuhren wir zu unserem Hotel „Marrakech“ zurück, wo beschlossen wurde, dass Ernst und Hans in der Nacht „leuchten“ gehen. Das heißt dass ab der Dämmerung ein Leuchtturm, das ist UV-Leuchtstab mit einem Netz darüber, aufgebaut wird um die Insekten anzulocken. Diese werden dann mit einem Glas, in dem sich ein Betäubungsmittel befindet, gefangen und nach einiger Zeit getötet. Diese Tiere dienen der Erforschung der Biodiversität. Die Präparation, Beschriftung und Bestimmung erfolgt dann erst daheim im Laufe des folgenden Jahres.
 
Für den nächsten Tag war festgelegt, die Fahrt nach Vohemar an der Ostküste fortzusetzen .
Vorgesehen waren 3 Übernachtungen auf der Strecke. Schließlich hatten wir 170 km wilde Piste vor uns.
 
Die erste Tagesetappe bis Betsiaka war mit 30km die kürzeste. Ich machte unsere Leute darauf aufmerksam , dass wir ca. 3-4 Stunden unterwegs sein werden. Natürlich schaute ich in ungläubige Gesichter. Wer madagassische Straßen(Pisten)verhältnisse nicht kennt glaubt es auch nicht. Nach ca. 2 ½ Stunden hatten wir schon unser Etappenziel erreicht. Das Bier weckt wieder unsere Lebensgeister, obwohl nicht so richtig kalt war, wie wir es erhofft haben. Aber nach 30km Dreck, Staub und ordentlich durchgerüttelt, schmeckt auch ein warmes Bier.
 
Wie Beza und ich im letzten Jahr in Betsiaka Halt machten, wurde uns ein Junge vorgestellt, bei dem nur die linke Hand richtig ausgebildet war. Beide Beine und die Rechte Hand sind verkrüppelt und er wurde von der Mutter getragen. Ein typischer Schaden nach der Erkrankung an Kinderlähmung. Wir haben darüber bereits berichtet und überlegt, wie wir dem Jungen helfen könnten.
 
Vor 2 Jahren hatten wir einen Rollstuhl als Spende bekommen. Aber der Transport nach Madagaskar war noch vollkommen unklar. Die Vorschriften über die Paketgröße verhindert nahezu, einen Rollstuhl per Post zu senden. Mein Freund Richard in Hainfeld, hat ihn dann soweit zerlegt, dass wir ihn tatsächlich postgerecht verpacken und dann auch senden konnten. Genau diesen Rollstuhl  hatten wir mitgenommen, um ihn diesem Jungen zu übergeben. Eine Fahrradpumpe und Flickzeug haben wir unterwegs besorgt, sodass er auch repariert werden konnte. Die „Fahrradtechnologie“ ist hier perfekt entwickelt, so sind wir auch sicher, dass der Rollstuhl länger funktioniert. Es war wirklich ergreifend, wie freudestrahlend der Junge reagiert hat. Das kann man nicht beschreiben, so etwas kann man nur erleben. Sofort wurde er von seinen Freunden durch die Ortschaft kutschiert.
 
Gegenüber unserer Unterkunft wurde in Holzmörsern gestampft. Normalerweise dienen diese Mörser der Essenszubereitung, doch da wurde mit Eisenstangen gestampft. Unsere Neugierde reichte aus um das zu hinterfragen. Es wurden Quarzbrocken klein gestoßen, gesiebt, und letztendlich Gold daraus gewaschen. Wir waren in der Stadt der Goldwäscher angekommen und wer zuhören konnte, bemerkte sofort, dass in allen Hütten eifrig gestampft, bzw. gemörsert wurde. Aus dem fein zerkleinerten und gesiebten Material wird mit Wasser das Gold heraus gewaschen. Ja, wir konnten sie beobachten und bereitwillig zeigten sie auch den Erfolg, den Goldstaub, der am Boden der Pfanne hervor leuchtete. Trotzdem eine unendlich mühselige  Arbeit. Man kann nur hoffen, dass diese Menschen auch den gerechten Lohn dafür bekommen. Ernst hatte gleich eine Idee, wie man die Zerkleinerung des Materials  verbessern könnte.
 

... und es ist wirklich Gold in der Pfanne

Am Tage hatten wir schon erkundet, wo am Abend wieder geleuchtet werden sollte, und nach dem späten Mittagessen ging es hinaus in die Botanik zu einem heißen Fluss um den Leuchtturm aufzustellen. Selbstverständlich kamen einige neugierige Madagassen dazu, um zu schauen und zu erfahren, was hier geschieht. Einer blieb hartnäckig bis zum Schluss bei uns. Dann wurde eingepackt und  die Rückfahrt angetreten. Die  Herfahrt bis zum Leuchtplatz dauerte ca. 10 Minuten. Also würden wir in einer Viertelstunde wieder beim „Hotel“ zurück sein. Haben wir uns gedacht.
 
Wenn es stockdunkel ist und mehrere Pistenspuren im Scheinwerfer aufleuchten, wird es beschwerlich den richtigen Weg zu finden. Es hat nicht lange gedauert bis uns klar war, dass wir uns verfranzt haben. Der gleichzeitige Gedanke von uns 3 war, den Madagassen hätten wir mitnehmen sollen, der war aber längst weg.
 
Zwischen den Bäumen erspähten wir einen Radfahrer, welchen wir fragen wollten. Es blieb wieder beim Wollen, als er nämlich merkte, dass wir ausstiegen, hat er Reißaus genommen. Die Nacht hat ihn verschluckt, er war spurlos verschwunden.
 
Nach längerem umherirren trafen wir einen Mopedfahrer mit Beifahrer. Soweit konnte ich mich in Malgasy verständigen, dass ich fragen konnte, wo der Weg nach Betsiaka ist. Beide deuteten in eine Richtung, sagten aber etwas dazu, was ich nicht verstand. Bald wusste ich was sie meinten, die Richtung war richtig, aber gestoppt wurden wir von einem Fluss, leider ohne Brücke.
 
Nach gut einer Stunde riefen wir Beza an , dass wir uns verfranzt haben. Ihre Frage: Wo seid ihr? Meine Antwort: „Keine Ahnung, irgendwo“
 
Wir hatten schon überlegt, ob wir die Morgendämmerung abwarten sollen, damit wir wenigstens die Umgebung sehen können. Doch bald darauf tauchte in der Dunkelheit das Licht einer Taschenlampe auf. Ich stieg langsam aus, damit wir den Madagassen nicht wieder verscheuchen. Er hielt auch einen ziemlichen Respektabstand zu unserem Auto. Schließlich konnten wir ihn überzeugen, dass er mit unserem Handy mit Beza spricht und er erklärt bekommt, was die 3 Vazahas (Weiße) mitten in der Nacht irgendwo im Gelände wollen. Während des Gespräches stellten wir fest, dass er sich sichtlich beruhigte und seine Mine aufhellte. Er stieg zu uns ins Auto und zeigte uns den Weg.
 
Nach wenigen Metern hatte er uns auf den richtigen Weg zurück gebracht. Es ging steil bergab in einen Hohlweg und immer wieder meinte man, da schon einmal gefahren zu sein. Was natürlich in der Nacht mit dem Auto unbezwingbar aussah, war doch der Weg den wir bei Tageslicht gekommen waren.
 
Auf dem schmalen Weg kamen uns dann ein paar Madagassen entgegen, die auswichen. Plötzlich stellte Ernst fest, dass Beza dabei war. Durch die Konzentration auf den Weg hatte ich Beza nicht bemerkt.
 
Der freundliche Madagasse bekam von uns Trinkgeld, er stieg aus und Beza ein, damit wir nach  1½ Stunden Irrfahrt  nicht nochmals im Nirwana  landen. Nach glücklicher Rückkehr wurden wir von einer Madagassin regelrecht überfallen. Sie küsste uns ab, bedankte sich einige male und wir wussten erst nicht was los ist.  Beza klärte uns auf, es war die Mutter des Jungen, der den Rollstuhl bekommen hat. Sie war eine überglückliche Mutter.
 
Beim Frühstück wurde dann beschlossen, die Weiterfahrt die eigentlich ein Höllenritt ist, zu stoppen und zurück zu fahren. Eventuell dann die Straße Richtung Diego zu nehmen, um etwas nördlicher zu kommen.

  • 10Insektenleuchten_web
  • 11Uebernachtung_web
  • 1EntomologenCrew
  • 2unserHotel_web
  • 3Rollstuhl_web
  • 3Rollstuhlabladen
  • 5rollstuhl_web
  • 6Goldwaescher_web
  • 7Goldwaescher
  • 8Fischer_web
  • 9wartenaufDunkelheit_web
  • DSC_3583GoldPfanne
  • _DSC_3301faehre
  • rollstuhl2_web

Simple Image Gallery Extended

Allerdings ist der entscheidendste Aspekt, der beim Kauf von Generika online berücksichtigt wird, um eine beste Wahl zu treffen. Gefragt sind Drogen, die verwendet beginnen, um Fieber durch Kastizität etc. zu reduzieren. Keine Zweifel, die Rolle ist ziemlich groß. Kamagra ist ein Medikament vorgeschrieben, um verschiedene Leiden zu behandeln. Was wissen Sie schon Nebenwirkungen Zithromax? Wenn du Medikamente bekommst Kamagra solltest du mit deinem Arzt sprechen kamagra Deutschland. Wenn Sie irgendwelche Bedenken über kaufen kamagra oral jelly haben, überprüfen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Medikament nehmen. Die Symptome von sexuellen Erkrankungen bei Männern sind unmöglich, einen Orgasmus trotz adäquater sexueller Stimulation zu erreichen. Sexuelle Dysfunktion kann die Lebensqualität beeinflussen. Was möchtest du einen Arzt vor der Einnahme Kamagra fragen? Zweifellos, mit einer guten repute Web-Site bekommt man Vertrauen zu mitwissen, dass Ihre Bestellung von renommierten Ärzten behandelt wird und dass Ihre Informationen sicher sind.

Andilana Beach Resort

vergrößern

Andilana Beach Resort - Selbstverständlich ist das nicht unsere Anlage, das Webcambild soll in erster Linie der Wetterbeobachtung dienen, sie ist ziemlich genau 14,5km nördlich von uns, was auch der nördlichste Punkt von Nosy Be ist. Das ist die einzige Webcam in der Nähe, die stabil online ist. Mit "neu laden" das Bild aktualisieren, es gibt neue Bilder im Minutentakt.


Webcams auf Reunion
Hotel Boucan Canot

St. Denis

Mauritius
Petit Raffray

 

Wer ist online?

Aktuell sind 36 Gäste und keine Mitglieder online

Cyklon aktuell

Map