Ausflug nach Madagsakar Festland

Liebe Freunde, wir waren wieder auf Madagaskar Festland unterwegs. Wir, das waren: Margit, Beza, Lala, Toni und meine Gewichtigkeit. Geplant ist: Mit der Fähre von Hell Ville nach Ankify, mit dem Auto bis Anivorano zu den heiligen Krokodilen. Dann weiter, Zwischenstopp bei den roten Tsingys und dann nach Diego. Einen Tag Aufenthalt am Strand von Ramena. Am nächsten Tag zurück nach Ambanja, ein Besuch der Baobabs und Tags darauf wieder mit der Fähre nach Nosy Be.

Geplant war es so, aber wir sind in Madagaskar, da hilft oftmals die beste Planung nichts. Das Sprichwort: "Es kommt immer anders als man denkt ", ist hier immer wieder Realität.

 

Freitag, 05:30 Uhr

Abfahrt von der Villa Autriche in Richtung Hell Ville zum Hafen. Kurzer Stopp um Toni und Lala mitzunehmen. Unterwegs steigt noch Virginie, eine Nichte von Beza, zu. Sie will nach Diego und fährt bis Anivorano mit.

Pünktlich um 06:00 Uhr treffen wir bei der Fähre ein. Das Auto ist gleich verladen. Heute wird kein 2. Auto mitgenommen. So haben wir Platz für unser Frühstücksbuffet an Bord. Dadurch wird auch die Überfahrt kurzweiliger. Nach 2 Stunden treffen wir im Hafen von Ankify ein. Wie es halt so ist, schnell noch schnell zur Toilette. Aber was ist eigentlich schnell?

Endlich können wir weiterfahren, es ist bereits 08:40 Uhr. Nach Anivorano liegen halbwegs gute Straßen vor uns. Die 168 km schaffen wir in 4 Stunden und treffen um 12:45 Uhr ein.

Genau rechtzeitig zum Mittagessen. Beza hatte bereits im Hotel "La Reine d'Ánkarana" angerufen, um Zimmer zu reservieren. Leider erhielten wir die Auskunft, dass dieses Hotel noch geschlossen ist. Da es sich aber gleich bei der Ortseinfahrt befindet, schickte ich Beza hinein um nochmals nachzufragen. Und siehe da, es war offen, wir können übernachten und das Essen gleich bestellen. Es dauert etwas und wir machten in der Zeit eine kurzen Spaziergang durch den Ort. Später fanden wir heraus, die tel. Auskunft war von einem früheren Bediensteten, der nicht mehr dort arbeitet. Allerdings hatten wir nur seine Telefonnummer.

 

Samstag. 07:00

Uhr Frühstück und anschließend ab zum "Lac Sagree" mit den heiligen Krokodilen. Bis zur Eintrittskontrolle konnten wir fahren, dann wurde uns nahe gelegt das Auto stehen zu lassen und zu Fuß weiter zu gehen. Ich bin schon einiges gewöhnt auf Madagaskars "Straßen", anfangs war es auch nicht schlimm, doch dann kamen 2 Stellen, wo es unmöglich war, durchzukommen.

Nach ca. einer Stunde kamen wir bei der Stelle an, wo die Krokos an Land kommen. Eine Menge Leute waren versammelt. Wir gesellten uns dazu und bemerkten schon einige Tiere im Wasser. Beza erkundete die Situation und erfuhr dann auch, warum heute so viele Leute hier sind. Heute wird ein Zebu geschlachtet um damit die Krokodile zu füttern. Dieses Schauspiel konnten wir uns nicht entgehen lassen. Natürlich dauert so ein Fomba (Brauchtum, Zeremonie) etwas länger. Schließlich wurde das Zebu gebunden, zeremoniell mit Wasser gereinigt und geschlachtet. Die Zaungäste sangen und klatschen im Rhythmus, wodurch die Krokos angelockt werden. Es erscheinen weitere Tiere. Es waren viele, 9 oder 10 der Tiere mit guten 4 m Länge, lagen bereits in der Nähe des Zebus. Sie wurden nur mit einer langen Stange auf einen Respektabstand zurück gehalten. Während das Zebu zerlegt wird, schieben sich die Krokos immer näher heran. Zeitweise gibt es kurze Rangelei um die Vorherrschaft. Aber ich muss gestehen, es geht "sittsamer" zu, als bei den Menschen. Die Fleischstücke mit den Knochen und die Hufe werden den Tieren einzeln zugeworfen. Es sind nur ein paar Schnapper und schon ist alles verschluckt.

Das Zebu war aufgeteilt und die Krokodile sprangen blitzschnell ins Wasser zurück . Obwohl die anwesenden Leute nur 4-5 m von ihnen entfernt waren, kam nie ein Angstgefühl auf.

Dann der Rückmarsch zum Auto in praller Sonne. Total verschwitzt erreichten wir es, natürlich stand es nun in der Sonne. Die Türen sprangen fast von allein auf und drinnen herrschte eine eine Backofenhitze. Es dauerte ganz schön lange, bis sich die aufgeheizten Sitze soweit abgekühlt haben, dass man es aushielt.

Zu diesen "Heiligen Krokodilen" gibt es natürlich eine Legende Vor langer Zeit kam eine Fremder, total erschöpft, im Dorf Antankarana an. Er bat die Dorfbewohner um Labung, bei jedem Haus wurde er jedoch abgelehnt und musste weiter ziehen. Bis endlich eine alte Frau mit ihm Mitleid hatte und ihm zu essen und zu trinken gab. So gestärkt, erklärte er ihr, sie soll mit ihren Kindern und Enkeln auf eine Anhöhe ziehen, denn es wird bald ein starker Regen kommen. Sie befolgte die Warnung und zog mit ihrer Familie auf eine Anhöhe. Bald kam sehr viel Regen und der Boden unter dem Dorf gab nach, es versank mit seinen Bewohnern und alle ertranken. Nur die alte Frau mit ihrer Familie überlebte, sie gründete die Stadt Anivorano. Schließlich wurden die Ertrunkenen als Krokodile wiedergeboren. Da die Menschen die Krokodile als ihre Vorfahren betrachten, werden sie einmal im Monat gefüttert. Als Dank dafür, dürfen die Fischer ihrem Handwerk im See nachgehen, ohne belästigt zu werden. Es gibt noch einen weiteren kleinen See in der Nähe, ebenfalls mit Krokodilen, die aber sehr aggressiv sind. Die Fischer haben Angst und gehen dort nicht hin. Einmal wollte ein Wissenschaftler in diesem See die Fische erkunden. Er ging trotz Warnungen aus der Bevölkerung in diesem See tauchen, er wurde von den Krokodilen gefressen.

 

Liebe Grüße aus der Villa Autriche, Fortsetzung folgt.

Beza und Edi

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Andilana Beach Resort - Selbstverständlich ist das nicht unsere Anlage, das Webcambild soll in erster Linie der Wetterbeobachtung dienen, sie ist ziemlich genau 14,5km nördlich von uns, was auch der nördlichste Punkt von Nosy Be ist. Das ist die einzige Webcam in der Nähe, die stabil online ist. Mit "neu laden" das Bild aktualisieren, es gibt neue Bilder im Minutentakt.


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