Am Weg zum Grand Canyon

Nach dem eindrucksvollem Besuch bei der Krokodilfütterung, die uns sicher lange in Erinnerung bleiben wird, geht es weiter nach Diego mit Zwischenstopp bei den roten Tsingys. Ca. 27 km  ist es bis zur Abzweigung und dann sollen es noch 18 km auf einer Piste sein.

Wie immer, so ist es geplant  und ebenfalls wie immer, es bleibt nicht bei der Planung.

Nach einigen Kilometern höre ich ein leises klingeln vom Motor und ich muss etwas hochtouriger fahren, um Schalten zu können. Deshalb schlage ich vor, dass wir gleich nach Diego fahren und am Rückweg die Tsingys besuchen. Der Vorschlag wird von meinen Begleitern angenommen und wir fahren direkt nach Diego (Antsiranana). Beza hat überall Familie, so gibt es auch in Diego einen Neffen, der sich mit Motoren auskennt und dementsprechende Freunde hat, die uns sicher auch noch weiter helfen.

Nach 99 km und 2 Stunden Fahrzeit, auf einer Straße, die am ehesten einer Hochschaubahn gleicht, erreichen wir unser Hotel "La Rascasse" in Diego. Beza setzt sich sogleich mit ihrem Neffen Zagamisy in Verbindung. Nach vergangener Anstrengung, verwöhnen wir uns mit einem, zwei, ... Bierchen.  Bald darauf erscheint Zagamisy. Zu Begrüßung gibt es natürlich noch ein Bier.

 

Anschließend der direkte Weg mit dem Auto zum Mechaniker. Es ist bereits Samstag Abend,  doch der Mann hört sich meine Geschichte an. Besser gesagt, die Geräusche des Motors. Wie immer bei den Madagassen, die Daumen nach oben "tsisy", was so viel wie "kein Problem" bedeutet. Leider ist morgen Sonntag und wir bekommen die Ersatzteile(?) erst am Montag.

Zagamisy ist auch Guide in Diego und  er hat auch gleich einen Vorschlag parat. Sonntag, 8:00Uhr holt er uns zu einem Ausflug nach Ramena ab, von dort geht es weiter mit dem Boot zu einem Fischpicknick auf Nosy Suarez.

Tatsächlich steht er mit dem Auto pünktlich um 8:00 Uhr vor dem Hotel. Bemerkenswert pünktlich, etwas besonderes in Madagaskar. Wenn es 8:00 Uhr heißt, dann kann es passieren, dass es 08.30 oder sogar 08:59 wird. Hier ist das noch immer 8:00 Uhr. Man gewöhnt sich daran, wenn auch erst nach längerer Zeit.


Also, Zagamisy war wirklich um 08.00 Uhr da, wir fuhren ca. 15 km nach Ramena an den Strand. Dort warteten noch andere Gäste um auf das Boot zu kommen. Ein einheimisches Segelboot mit einem Lateinersegel (schräges Dreiecksegel) und einem 15 PS Außenborder. Alle Leute aufs Boot und los geht's mit dem Motor.

Nach gut einer Stunde erreichen wir die Ausfahrt von der Antsiranana Bay. Es geht auf den offenen , indischen Ozean hinaus. Der Schwell ist ziemlich stark und dann wird das Segel gesetzt. Der Großbaum wird mit dem Segeltuch hinauf gezogen . Nach einer Minute werden wir schon vom Wind angetrieben. In einiger Entfernung sehen wir mehrere Inseln mit einer schönen weißen Gischt rundum. Dabei denke ich, wie sollen wir an Land kommen bei  so einer Brandung. Als alter Segler vertraue ich der Crew. Es wird schon irgendwo eine geschützte Bucht geben. Und wirklich wir kommen auf der Windschattenseite der Insel an den Strand.

Alle Leute von Bord und die Kochgeräte werden ausgeladen. Auf der Insel gibt es kleine Holzhütten mit Tisch und Bänken. Natürlich steht einen kleinem Bad im Meer nichts im Wege, es ist angenehm erfrischend.
Beza treibt sich beim Boot herum und spricht mit Zagamisy. In meiner Neugierde will ich wissen, was sie verhandelt. Sie meinte nur wir, Margit und ich, sollen mit kommen . Sie fahren nochmals hinaus.

Nach gut 20 Minuten sichten wir eine gelbe Boje. Es wird vorsichtig Kurs darauf zu genommen und plötzlich taucht ein schwarzer Kopf aus dem Wasser auf. Ergibt uns Signal wieder etwas Abstand zu nehmen. Unser Steuermann fährt etwas weg und setzt den Anker. Nun zieht  er einen Tauchanzug an, bewaffnet sich mit Harpune und Schnorchel, und geht über Bord.

Was ist eigentlich los?

Jetzt erst kommt die Erklärung von Zagamisy. Der erste Taucher mit der Boje ist schon bei der Herfahrt vor 2 Stunden über Bord gegangen, was uns nicht aufgefallen ist und jetzt sind sie zu zweit. Sie harpunieren Fische, unser Essen. Es wurden keine von zu Hause mitgenommen. Nun wird schon der erste Fisch an Bord gebracht, dann noch weitere. Der erste Taucher winkt, wir sollen zu ihm kommen. Die Boje wird an Bord gebracht, sowie die Leine und daran waren zu unserem Erstaunen viele verschiedene Fische aufgefädelt darunter  auch 2 Oktopusse.

Zurück an den Strand , die Fische werden geputzt, gewürzt und gegrillt, frischer geht es wirklich nicht. Ein richtiger Fischschmaus mit Reis, Salat und natürlich Bier. Wie es so schön heißt, der Fisch muss schwimmen. Am späteren Nachmittag segeln wir wieder nach Ramena zurück und dann geht die Fahrt weiter zum Hotel .

Für nächsten Tag wird  wieder ein Plan zurecht gelegt, um 8:00 Uhr  kommt Zagamisy, dann fahren wir zum zum Mechaniker und warten bis klar ist, was kaputt ist. Dann eventuell Ersatzteile besorgen. Anschließend mit Zagamisy zu den roten Tsingys.

Diesmal madagassische Pünktlichkeit (08:30Uhr). Beim Mechaniker wird mir erklärt "tsisy Problem" der Daumen nach oben. Öl und Filter wechseln, Motorblock nachsehen, wo es raucht. Kurzer Ersatzeileinkauf und zum Hotel zurück die anderen abholen.

Start zu den Tsingys um ca 10:00 Uhr. Nach 1Std.15 und 60 km erreichen wir die Abzweigung. Es liegen noch 18km Piste vor uns. für welche wir ebenfalls 1Std 15 brauchen.  Eintritt zahlen und ab geht's in den Canyon, in eine wirklich bizarre Landschaft.

Das obere, weiche Erdreich wird durch Regen und Wind herab geschwemmt und am Fuße bleiben diese harten Gesteinsformationen (rote Tsingys) zurück . (Siehe Fotos).

Diese Gegend nennen die Einheimischen auch den Grand Canyon. Bei der Einfahrt fuhren wir bei einem Restaurant vorbei, wo wir schon das Mittagessen bestellt hatten. Nach weiteren wunderbaren Ausblicken auf die Canyons fuhren wir zum Essen. Am Nachmittag ginge es dann zum Hotel zurück, natürlich erst beim Auto vorbei, ob es schon fertig ist.

Von weiten sahen wir schon, dass die Motorhaube noch offen ist, also nicht fertig. Was ist los? Es fehlt noch ein Ersatzteil, ein Kipphebel bei der Ventilsteuerung war kaputt und musste ersetzt werden, für heute ist es schon zu spät, kann man erst Morgen besorgen.
 

Fortsetzung folgt

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