2. Teil zu Morondava - bei den Baobabs


Kirindy ist eine Forschungsstation für Primaten, wird auch: "Trockenwald von Kirindy genannt". Er machte uns gleich darauf aufmerksam, dass wir ca. 50 km Piste vor uns haben und weitere 5 km  von der Abzweigung bis zur Station. Wenn Abenteurer, so wie wir, unterwegs sind,  kann uns niemand zurück halten.

Die Bezeichnung Piste war nicht übertrieben, aber die letzten 5 km hatten es dann doch in sich. Die Piste, der Weg oder Pfad, oder wie man sonst noch dazu sagen könnte, hatte gerade  eine Autobreite, nicht mehr. Links und rechts dichtes Buschwerk, das durch die geöffneten Fenster hereinschlug. Jede Menge Schlammlöcher unbekannter Tiefe, aber wir mussten durch. Am Ende war es dann gewiss, wir schafften es.

Bei der Ankunft in der Station hörten wir gerade noch "Dalla Dalla"  von den madagassischen Mitarbeitern, was soviel bedeutet wie "Deppert". Den Weg hierher betrachtet, hatten sie irgend wie recht.

Aber wir wurden doch sehr freundlich aufgenommen und dann wurde uns auch erklärt, was wir unternehmen können. Es war natürlich Eintritt zu bezahlen, einen Führer zu mieten und Essen konnten wir auch gleich bestellen, welches wir dann nach dem Rundgang, einnehmen konnten.

Da wir einen Führer mit hatten und er dort bekannt war, durften wir mit ihm einen Rundgang durch den Wald machen. Er war wirklich kompetent erklärte uns sehr viel und wusste auch, wo die Sifakas (Lemurenart) zu finden waren.
Nach gut  1 ½  Stunden trafen wir wieder auf der Station ein. Ich glaube die kalten Getränke haben noch nie so gut geschmeckt, wie dort.

Der Stationschef  war dann sehr zuvorkommend, oder hatte er nur Mitleid mit uns. Auf alle Fälle brauchten wir nur für 2  Personen Eintritt zu bezahlen, für unseren Führer nichts, und beim Essen hatte er auch einiges nachgelassen.

Bevor wir die Rückfahrt zur Cameltrophy antraten, machte ich eine Runde ums Auto. Es sah etwas anders aus wie gewohnt. Die vordere Schürzenverkleidung mit samt dem Kennzeichen war weg. Wir haben kurz mit dem Gedanken gespielt, dass wir es bei der Rückfahrt finden würden, aber gefunden haben wir nichts. Wir kamen bis Morondava durch, 156 km, in 6 Stunden und 15 Minuten.

Mit unserem Guide tranken wir noch ein, zwei…. Bier und wollten mit ihm abrechnen. Da er für einen halben Tag 50.000 Ariary verlangt hat wird er sicher um einiges mehr fordern. Beza sprach mit ihm und er blieb bei seinen ausgemachten 50.000. Natürlich hat er dann von uns das doppelte bekommen, die Leistung hat auch gepasst.

Wir nahmen noch einmal das Hotel Trecicogne in Anspruch und beschlossen am nächsten Tag bereits um 6:00 Uhr aufzubrechen.

Start war um 5:50 Uhr ohne Frühstück. Die Küche war noch geschlossen und für das Zimmer hatten wir schon Abend bezahlt. Wir wollten unterwegs frühstücken und gemütlich  in das 508 km entfernte Antsirabe fahren. Einige Kilometer nach Miandravizo blieben wir am Straßenrand stehen und picknickten. Dann Start und weiter, doch nichts geschah beim starten. Der Starter machte kurz „grrr“ aus. Wir standen bergauf  und ich ließ das Auto kurz zurückrollen. Zündung ein, Retourgang ein, Kupplung kommen lassen und wir fuhren wieder. Nach einigen Kilometern merkte ich, kein Tacho, kein Drehzahlmesser kein Strom - wir fuhren nur mit der Batterie. Also umdrehen und zurück nach Miandravizo und auf eine Garage  hoffen, jede Werkstatt wird hier Garage genannt. Vor der Ortseinfahrt war eine Polizeikontrolle und dort fragte Beza, wo es einen Garage gibt, die sich mit der Elektrik auskennt. Der Weg wurde uns beschrieben  und wir fanden sie tatsächlich.

Kaum angekommen und der Motor schweigt. Händisch einparken. Dann eine kurze Kontrolle und der Fehler ist gefunden, die Lichtmaschine streikt. Aber kein Problem für Madagassen, die Daumen nach oben und die Lichtmaschine wird zerlegt, aber total, bei mir sträubten sich die Nackenhaare.

Warten ist angesagt. Nach 2 Stunden beschlossen wir, essen zu gehen und dann gleich Hotelzimmer organisieren. Bis Antsirabe sind es noch 230 km, davon ca. 20 km auf einer Straße die nur von Löchern zusammen gehalten wird. Bis 14:00 Uhr werden wir noch warten, dann heißt es hier übernachten.

Endlich wird doch die Lichtmaschine zusammen gebaut. Die Mechaniker sind zuversichtlich, ich weniger. Doch der erste Startversuch klappt. Die Daumen zeigen nach oben. Wir zahlen noch den unverschämten Preis für 5 Stunden bangen Wartens, samt Trinkgeld  80.000,- Ariary  (ca. .23,- € ). Aufsitzen und los geht es bis nach Antsirabe, wo wir in unserem Hotel um 19.00 Uhr eintrafen.

In Antsirabe hatten wir uns vorgenommen, am Morgen die Werkstatt aufzusuchen, wo die Miniaturfahrzeuge aus alten Blechdosen gebaut werden. Wir fanden sie auch und kauften einige Blechmodelle. Dann hieß es wieder Abschied zu nehmen und die Fahrt über Tana nach Maevatanana anzutreten. Am Straßenrand sehr viele Verkaufsstände mit Gemüse, Weintrauben, Holzautos, Steinfiguren. Überall kurzer Aufenthalt um etwas einzukaufen.

Weiter nach Tana und die Umfahrung nach Ivato finden, um dort nach  Maevatanana abzubiegen. Dieses Mal hatten wir einen Wochentag und für die ca. 10 km brauchten wir mehr als einen Stunde. Endlich waren wir bei der Abzweigung nach Meavatanana, nun lagen nur noch knappe 300 km vor uns. Wir rechneten mit ca. 6 Stunden Fahrzeit. Eine bergige Strecke und zeitweise Regen.

Nach 5 Stunden und 50 Minuten erreichten wir uns Etappenziel um 18 Uhr. Etwas geschlaucht, aber glücklich aßen wir eine Kleinigkeit - Nachtruhe.

Nächsten Tag, 6 Uhr Frühstück, Abfahrt 6.40 Uhr, rund 55o km vor uns. Bei der Herfahrt hatten wir 9 Stunden gebraucht. Kurze Rechnung  6.40 Abfahrt plus 9 Std. = Ankunft ca. 17 Uhr. Also noch bei Tageslicht in Ambanja. Fähre für nächsten Tag bestellen und Übernachten, dann haben wir es geschafft.

Aber nicht in Madagaskar! Lange waren wir schon unterwegs, als Beza einen Halt brauchte. Also an den Straßenrand und weiter geht es. Es war wieder einmal gut , dass wir bergab standen. Dem Starter war nur das uns schon bekannte  „grr“ zu entlocken. Also, Auto anlaufen lassen, Gang rein, Zündung, Kupplung und der Motor schnurrte wieder. Mein Gefühl will ich gar nicht beschreiben, als die Armaturenlichter flackerten. Nur nicht daran denken und cool weiterfahren. Noch 70 km bis zur nächsten größeren Stadt.

Und wir kamen bis Ampondrona, wieder zu einer „Garage“, es war eine eine Einmann-Garage. Kurze Messung, die Kohlen der Lichtmaschine sind die Ursache. Wie gehabt, wieder alles zerlegt, nur die Lichtmaschine blieb ganz. Warten, was sonst?

Daneben wartete ein junges Paar mit 3 Kindern auf ein Taxybrousse. Margit gab den Kindern Weintrauben und sie schauten sie groß an. Sicherlich hatten sie so etwas noch nicht gegessen. Aber freudestrahlend wurde dann eine Traube nach der anderen gegessen.

Optimistisch, wie die meisten Madagassen sind, zeigte der „Mechaniker“ 3 ½ Stunden später, mit dem Daumen nach oben und baute wieder alles zusammen. Es funktionierte, es ging weiter nach Antsohy, in den Bergen war wieder starker Regen, aber um 20 Uhr trafen wir in Ambanja ein, wir hatten es geschafft.

Am nächsten Tag mit der Fähre von Ankify nach Hell Ville und Mittags wurden wir bei Toni und Lala zum Essen eingeladen.
 
Bis zum nächsten Abenteuer
Margit, Beza und Edi

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